13.09.2017 03:30 |

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Nach dem Motto, nur keinen Schritt zu viel gehen und keine Sekunde verlieren, parken Autofahrer heutzutage am liebsten direkt vor der Ladentür. Eltern bringen ihre Kinder in rasanter Geschwindigkeit, und ohne den Nachwuchs anzugurten, bis vor die Schul- oder Kindergartentür. Das haben Polizeikontrollen ergeben. Dabei haben sie den Fitness-Tracker am Arm, mit dem sie stolz jeden gelaufenen Meter messen. Wenn das nicht paradox ist. . .

Ebenso abstrus ist es, wenn Kunden im Fitness-Studio Kraft, Muskeln und Ausdauer trainieren, aber nicht in der Lage sind, ein paar Minuten vom Parkplatz zu laufen. Wenn es richtig ist, dass Bewegung und Sport die kleinen grauen Zellen und das Gedächtnis stärken, sollte es den Fitness-Freaks doch nicht schwerfallen, die Parkzeitbegrenzungs-Schilder zu lesen und an die zu denken, die nicht so fit sind, und denen jeder Schritt schwerfällt, die aber noch selbstbestimmt leben und einkaufen möchten. Das betrifft im übrigen auch die ohne Hirn von völlig Gesunden belegten Behindertenparkplätze. Langparker sollten aber auch an Geschäftsleute denken, die auf Lauf- und auf (Park)-Kunden angewiesen sind. Denn nicht selten kaufen die, die so viel Wert auf Fitness legen, gemütlich auf dem Sofa ruhend, im Internet ein. Statt das heimische Gewerbe wenigstens mit einem Einkauf dafür zu entschädigen, dass sie Parkplätze für deren Kunden über Stunden blockieren. Wenn es als Folge den örtlichen Einzelhandel nicht mehr gibt, haben sie allen Platz der Welt zum Parken, aber keine freundliche persönliche Beratung mehr beim Einkauf.

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