14.09.2017 03:30 | Sabine Münstermann

Automatikgetriebe und jede Menge PS

Sechs Multifunktionsfahrzeuge hat die Bad Homburger Feuerwehr bekommen, jedes Fahrzeug kostet 297 000 Euro, Aufbau und Ausstattung jeweils noch einmal 209 000 Euro. Klingt nach einer Menge – aber für das Geld bekommen die Brandbekämpfer auch viel: Nicht nur, dass die 3,8-Tonner über 163 PS und Automatikgetriebe verfügen, sie sind vor allem höchst variabel in der Sitzanordnung und der Raumaufteilung der Fahrgastzelle. Was wichtig ist, um im Zweifelsfall eben nicht nur acht Feuerwehrleute zu transportieren – was der Sprinter natürlich kann –, sondern, je nach Bedarf, die Sitze binnen kürzester Zeit auszubauen und sie mit diversen Gerätschaften auszustatten. Eine windenunterstützte Ladehilfe hievt hier die entsprechenden Container ins Auto und ein heckseitiges Rampensystem gibt’s auch. Zusätzlich gibt es eine Wärme- und Kühleinrichtung sowie eine separate Spannungsversorgung einschließlich einer Umfeldbeleuchtung für den Betrieb als mobile Betreuungs- und Versorgungsstelle.

Von den großen Wechselladerfahrzeugen hat die Stadt Bad Homburg zwei für die Feuerwehr angeschafft. Die Mercedes-Benz-Fahrzeuge vom Typ Arcos haben 510 PS und sind ebenfalls Automatik-getrieben. Die Hubkraft der Hakenanlage für Abrollbehälter kann Lasten bis 20 Tonnen stemmen.

Damit die schweren Brummer auch im Gelände noch wendig sind, sind sie mit hydrostatischem Vorderachsantrieb mit Nachlenkachse ausgestattet. Im Prinzip eine Art Allradantrieb allerdings mit niedrigerem Tiefpunkt des Fahrzeuges, um Stabilität zu gewährleisten.

Was die jeweils 408 000 Euro teuren Trägerfahrzeuge mit ihren jeweils 338 000 Euro teuren Wechselladereinrichtungen und Krananlagen zusätzlich so besonders macht, ist die Tatsache, dass man in kürzester Zeit an den – natürlich drahtlos per Fernbedienung zu steuernden – Teleskopkran zum Beispiel einen Wasserwerfer anhängen kann, eine Schaufel, einen Greifer oder einen Personenkorb. Knapp 15 Meter lässt sich das Teleskop ausfahren – „und zwar millimetergenau“, sagt Andreas Unden. Er muss es wissen, denn er arbeitet bei der schwedischen Firma Hiab – und sie hat die ferngesteuerte Mehrzweck-Krananlage gebaut.

( sbm)

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