17.07.2017 03:30 |

Burgholzhäuser verwirklicht großen Traum: Sebastiano Schweitzer, das neue Gesicht von Super RTL

Friedrichsdorf In der Burgspielschar hat er angefangen – jetzt ist er im Fernsehen zu bewundern: Sebastiano Schweitzer. Die TZ sprach mit dem neuen Gesicht von Super RTL über heiße Drehtage in der Achterbahn, die Abkühlung in der Ostsee und die harte Arbeit für den Traumjob.

Im Taunus aufgewachsen: Sebastiano Schweitzer hält sich noch heute gerne in seiner Heimatstadt Friedrichsdorf auf – viel Zeit hat er dafür allerdings nicht.
Im Taunus aufgewachsen: Sebastiano Schweitzer hält sich noch heute gerne in seiner Heimatstadt Friedrichsdorf auf – viel Zeit hat er dafür allerdings nicht. Bild: Jochen Reichwein

Entspannt sitzt Sebastiano Schweitzer im Café. Die Sonne scheint, und es ist fast nichts los an diesem Samstagnachmittag. „Hier kann ich mich immer super erholen“, sagt der 24-Jährige strahlend, der gerade mit seinem Hund aus dem Wald kam. „Ich bin viel zu selten in meiner Heimat. Es ist ein kompletter Kontrast zu meinem Wohnort Berlin.“

Doch so ruhige Tage hat der Burgholzhäuser selten, und das hat mit seinem neuen Job zu tun. Schweitzer ist das neue Gesicht der Kinder-Sendung „Toggo“ von Super RTL und hat gerade zwei Monate Drehzeit hinter sich. „Gerade komme ich von der Ostsee, an der wir lustige Aktionen gedreht haben“, erzählt der junge Mann. Beim sogenannten Stand-up-Paddling moderierte er vom Surfbrett aus, sprintete mit den Kindern beim Schwimmflossen-Rennen am Strand um die Wette und bastelte, was das Zeug hält.

Quiz in der Achterbahn

Aber es gibt nicht immer Urlaubsfeeling beim Arbeiten. „Die Tage davor saß ich bei 35 Grad den ganzen Tag in der Achterbahn im Europapark“, sagt er lachend. „Während der Fahrt stellte ich den Kindern Quizfragen, die mir auf meiner Armbanduhr angezeigt wurden. Pausen von den Kurven gab es nur durch die Anmoderationen vorher.“ Nicht nur ein stabiler Magen und Hitzebeständigkeit zeichnen den Moderator aus – auch die Höhe macht ihm nichts aus.

„Auf der Insel Fehmarn kletterten wir in einem Leuchtturm ganz nach oben“, schwärmt Schweitzer von dem abwechslungsreichen Programm, das nicht nur für Kinder interessant sei. „Der Leuchtturmwächter erklärte uns, welche Farben des Lichts wofür stehen und was die unterschiedlichen Längen des Lichts für die Schifffahrer bedeuten.“

Während manche als Kind Kapitän werden möchten, so hatte auch Schweitzer einen Kindheitstraum: Fernsehmoderator zu werden. „Der Wunsch ist beim Gottschalk-Schauen bei der Oma entstanden“, erinnert sich Schweitzer – und der junge Friedrichsdorfer hielt an seinem Traum fest. Bei der Burgspielschar Burgholzhausen schnupperte Schweitzer seit seinem sechsten Lebensjahr erste Bühnenluft. Bis zu seinem 16. Lebensjahr schlüpfte er im Kindertheater in diverse Rollen und stand als Hauptfigur Mogli, Jim Knopf oder als Rabe bei der kleinen Hexe auf der Bühne.

Lust auf live

„Das hat bei mir die Lust auf Auftritte vor Livepublikum geweckt“, erzählt Schweitzer, dem es leichtfällt, Moderationstexte schnell auswendig zu lernen. „Man erhält direktes Feedback. Ich hoffe sehr, auch mal eine Show mit Livepublikum moderieren zu können.“

Für seinen Traum arbeitet Schweitzer hart. Nach seinem Abitur 2011 in Usingen zog der damals 18-Jährige nach Berlin, um dort Medien- und Kommunikationsmanagement zu studieren und sich parallel eine Agentur zu suchen. Er absolvierte ein Praktikum beim Frühstücksfernsehen von Sat 1 und konnte als On-Air-Reporter dort weiterarbeiten. „Ich testete zum Beispiel eine Flirt-App und berichtete morgens in der Livesendung. Das war total aufregend und hat viel Spaß gemacht“, ist der Jungmoderator von seiner Erfahrung, vor einem Millionenpublikum live ausgestrahlt zu werden, begeistert. Zudem moderierte Schweitzer diverse Online-Formate zu Wirtschaftsthemen und sammelte weitere Erfahrungen bei „Deutsche Telekom Medien“.

Doch ist es nicht leicht, an begehrte Jobs zu kommen. „In den vergangenen Jahren habe ich unendlich viele Mails geschrieben, Termine wahrgenommen und viele Verhandlungen geführt“, zählt der 24-Jährige auf. „Ich habe zahlreiche Castings besucht und wurde trotz gutem Feedback nicht genommen.“ Oft war Schweitzer schlichtweg zu jung. „Jede Absage nimmt man natürlich persönlich, da man selbst als Kapital dasteht. Ich dachte, ich muss extrem selbstbewusst auftreten. Man darf sich aber gar nicht verstellen.“ Die Produktionsfirmen der Sender testen nicht nur geplante Moderationen. „Bei Castings anderer Kindersender waren plötzlich 20 Kinder da, die wir interviewen mussten“, gewährt Schweitzer Einblicke in die Castingwelt.

Mit Moderatorentrainings, Learning by doing und dem Netzwerken auf diversen Veranstaltungen der Branche blieb Schweitzer an seinem Ziel dran. Während er zu Beginn als Selbstständiger mit 18 Jahren alles selbst gemacht hatte, wird er mittlerweile durch die Agentur ravenrocker unterstützt.

Authentisch sein und gute Arbeit führen zum Erfolg, wie sein erster Fernsehjob bei Super RTL nun zeigt. Und die nächsten Projekte bei dem Sender schließen sich an. „Das Team ist super, und es macht Spaß, das TV-Gesicht für Kinder zu sein“, freut sich Schweitzer. Die Ausstrahlung der ersten Feriensendung wollte er übrigens wieder mit seiner Oma anschauen.

Die Sendung „Toggo“ läuft montags bis freitags bei Super RTL. Bei dem Sommerferienprogramm für Sechs- bis 13-Jährige geht es um Sommerferien-Tipps, Basteleien, Spiele und viele spaßige Aktionen. Außerdem werden phantasievolle Filme und angesagte Serien gezeigt.

Mehr Infos zum Moderator gibt es im Internet unter der Adresse www.sebastiano-schweitzer.com/

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